Welcome to Republic of Fritz Hansen

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1872 – 1929

Die Geschichte von Fritz Hansen beginnt im Jahr 1872, als der unternehmerische Schreiner Fritz Hansen aus Nakskov eine Handelslizenz in Kopenhagen erhält. 1885 ist für ihn ein entscheidendes Jahr, in dem er sein eigenes Möbelbauunternehmen startet. Bereits zwei Jahre später kann er eine blühende Werkstatt in Christianshavn, in der Innenstadt Kopenhagens, gründen. Fritz und sein Sohn Christian führten das hohe Qualitätsniveau ein, das seitdem Produkte von Fritz Hansen auszeichnet.

Die lange Liste renommierter Aufträge aus den ersten fünfzig Jahren der Unternehmensgeschichte zeigt, über welche Reputation Fritz Hansen bereits Anfang des 20. Jahrhunderts verfügte. Zu den von Fritz Hansen ausgestatteten Gebäuden zählen Christiansborg, die Universitätsbücherei, das Kopenhagener Rathaus, der Oberste Gerichtshof und andere bedeutende Projekte. 
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1930 – 1939

In den Anfängen des letzten Jahrhunderts beginnt Fritz Hansens zukunftsorientierter Sohn Christian E. Hansen mit der Dampfbiegung von Buchenholz zu experimentieren. In den Dreißigerjahren ist die Technik so weit ausgereift, dass Fritz Hansen zu den weltweit führenden Unternehmen in diesem Feld zählt, das später zu seiner Spezialität wird. Möbel aus Schichtholz.

Als angepasste Variante des germanischen Funktionalismus verhalfen ihr die klareren Linien und der leichtere, stärker praxisorientierte Ansatz in Skandinavien zum stilistischen Durchbruch. Bei Fritz Hansen wurden die ersten dänischen Stahlmöbel sowie der berühmte Kirchenstuhl von Kaare Klint auf den Markt gebracht, der von 1936 bis 2004 in der Kollektion von Fritz Hansen bleibt. 
 
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1940 – 1949

Trotz schwieriger Zeiten in diesem vom Zweiten Weltkrieg geprägten Jahrzehnt wird die Fabrik von Fritz Hansen erweitert. Viele dänische Nussbäume fallen einer Folge von mehreren grausamen Eiswintern zum Opfer. Fritz Hansen kauft große Mengen des Holzes auf und gewinnt damit der Lage etwas Positives ab: Eine neue Möbelserie aus Nussbaum wird eingeführt. Die Initiative findet in der Presse großen Anklang und ist ein durchschlagender Erfolg. 

Der erste Klassiker des Jahrzehnts ist der Stuhl China™ aus dem Jahr 1944, der von dem progressiven Architekten Hans J. Wegner entworfen wurde. Der Stuhl ist eine skulpturelle Hommage an Holz und feinstes Schreinerhandwerk. Der zweite Klassiker, der in dieser Zeit das Licht der Welt erblickt, ist das Sofa mit Fächerlehne von Børge Mogensen 1945, das später als das dänischste aller Sofas wieder eingeführt wird. 

 
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1950 – 1959

In den Fünfzigerjahren beherrscht Arne Jacobsen das Design bei Fritz Hansen. Die Zusammenarbeit begann 1934, der Durchbruch jedoch gelingt mit der Entwicklung des Schichtholzstuhls Ameise™. Der Stuhl führte später zur unvergänglichen Erfolgsgeschichte des Stuhls der Serie 7™ – und weiterer Stühle aus formgepresstem Furnierholz. Die Inspiration zur Ameise kam von der AX-Serie von Hvidt & Mølggard, und die Einführung der Schichtholztechnik sowie trennbarer Möbel ist noch immer ein Meilenstein in der Geschichte von Fritz Hansen. 

Mit Schaffung der klassischen Stil-Ikonen Ei™ und Schwan™, die er für das Royal Hotel in Kopenhagen entwickelt hat, leuchtet Arne Jacobsens Stern jetzt noch heller. Die Einführung seiner Serie 3300™ verstärkt diesen Mythos weiter. Auch Verner Panton betritt in dieser Zeit mit seinen Bachelor Stühlen die Arena. Das Jahrzehnt jedoch gehört Arne Jacobsen.
 
 
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1960 – 1969

1963 wird das Werk in Allerød um drei weitere Fabrikhallen erweitert. 1965 zieht die Verwaltungsabteilung von Christianshavn in renovierte Gebäuden in Allerød um, die auch einen Ausstellungsraum umfassen. 

Der demokratische Tisch ohne Ende, der super-elliptische™ Tisch und der Tisch mit Spannbeinen werden von Bruno Mathsson und Piet Hein entworfen und entwickeln sich zu einigen der größten Erfolge von Fritz Hansen. Ebenso erfolgreich ist die Wiedereinführung von Børge Mogensens „Tremmesofa“ und des Stuhls China™ von Hans Wegner. Auch diese Periode wird stark von Arne Jacobsens Modellen dominiert. 
 
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1970 – 1979

Für Fritz Hansen bringt dieses Jahrzehnt große Veränderungen: Am ersten Arbeitstag des Jahres 1979 gibt Fritz Hansen bekannt, dass das 107 Jahre alte Unternehmen nicht mehr in den Händen der Familie gehalten wird. 75 % der Anteile an Fritz Hansen befinden sich jetzt im Besitz der Skandinavisk Holding.

Das Enfant Terrible des dänischen Designs Verner Panton wird zur führenden Avantgarde-Figur, die im Dienste Fritz Hansens provoziert und inspiriert. Seine vorherrschende Rolle erntet Lob von der Presse. An dieser Stelle wird der Versuch unternommen, das Interesse zurück auf Arne Jacobsen und die anderen Klassiker zu lenken, ein Versuch, der einige Jahre später Früchte trägt.
 
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1980 – 1989

Durch beträchtliche Investitionen und gründliche Rekonstruktionsarbeiten gelingt es dem neuen Eigentümer Skandinavisk Holding, Fritz Hansen zu stärken und das alte Unternehmen für die Zukunft zu rüsten. 

Eine Ausstellung, die ausschließlich aus neuen Fritz Hansen Modellen besteht, während der Furniture EXPO 1983 im Bella Center, einem Messe- und Konferenzzentrum in Kopenhagen, demonstriert überzeugend, dass das alte Unternehmen wieder eine bedeutende Größe ist und sich seine Stellung als führendes Möbelunternehmen Dänemarks zurückerobert.

Fritz Hansen erwirbt die minimalistische Kjærholm Kollektion mit industrieller Dimension, die Poul Kjærholm in den Jahren 1951 bis 1980 entworfen wurde. Gemeinsam mit dem Kauf der KEVI Kollektionen und Munch Møbler führt dies zu zunehmenden Absätzen und Interesse auch an Fritz Hansen.
 
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1990 – 1999

Expansion wurde auch in diesem Jahrzehnt zu einem Schlüsselwort. Fritz Hansen konzentriert sich jetzt primär auf fünf Nutzungsbereiche: Cafeteria, Tagungszimmer, Ruhe-/Wartebereiche, Büroräume und der private Wohnraum. 1999 wird eine neue Fabrik in Vassingerød eingeweiht. Das Werk, das modernste der Branche, steigert die Produktionskapazität für stapelbare Stühle drastisch. Ein Ausstellungsraum und ein Museum über „das Erbe von Fritz Hansen“ sind jetzt für Besucher geöffnet. 1998 wird mit Jacob Holm ein neuer CEO beauftragt. Mit ihm beginnt Fritz Hansens Wandlung vom Produktionsunternehmen zu einem Verkaufs- und Markenunternehmen mit geschärftem Fokus auf dem Endverbraucher.
 
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2000 – 2009

Die Einführung des Konzepts Republic of Fritz Hansen™ kennzeichnet 2000 eine Änderung der Strategie. Die Botschaft lautet, dass Möbel von Republic of Fritz Hansen ein wichtiger Teil des Images von Unternehmen oder privaten Haushalten sind, die ihre Individualität ausdrücken und eine ganz persönliche Note erzielen wollen. In den Jahren nach der Jahrtausendwende wurde darüber hinaus eine Reihe neuer Designer eingeladen, die Designphilosophie von Fritz Hansen aus ihrer zeitgenössischen Perspektive zu interpretieren. Die Serien ICE™ und Little Friend™ von Kasper Salto führen sowohl neue Materialien als auch multifunktionales Design ein, während das einladende Design von Piero Lissoni und Cecilie Manz neue private Endverbraucher anzieht. Gleichzeitig konzentriert man sich in diesem Jahrzehnt darauf, dass die Klassiker durch eine Revitalisierung wie in etwa des Stuhls Oxford™ im Jahr 2003 für die Gegenwart relevant bleiben.
 
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2010 -

Die Kollektion richtet sich gleichermaßen an den Vertrags- wie an den Einzelhandelsmarkt, da die Möbel von Natur aus sowohl für den öffentlichen als auch für den privaten Einsatz stilistisch angepasst werden können. 2011 beginnt eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Spanier Jaime Hayon, die eine Reihe wunderbarer skulptureller Möbel hervorbringt.

2015 ist ein ereignisreiches Jahr, das den 60. Geburtstag des Stuhlklassikers der Serie 7™ unter dem Motto „60 Jahre perfekt in Form“ feierte. Fritz Hansen erwirbt außerdem das dänische Beleuchtungsunternehmen Lightyears, dessen Designphilosophie die von Fritz Hansen reflektiert. Zusätzlich zur Übernahme von Lightyears führt das Unternehmen 2016 die Zubehörkollektion Objects ein. Unter dem Aufruf „Vervollständigen Sie Ihr Leben“, ist Objects sowohl eine Erweiterung der Marke Fritz Hansen als auch eine Möglichkeit, neue Kunden durch neue und erschwinglichere Artikel in die Marke einzuladen.