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The Journal by Fritz Hansen: The exterior of the Sean Kelly gallery in NYC
PROFIL

SEAN KELLY

Der Galerist erzählt uns, wie seine Poul Kjærholm-Besessenheit begann und warum PK-Möbel die perfekte zeitgenössische Ergänzung für moderne Kunst sind.

Wo nahm Ihr Interesse an Poul Kjærholm seinen Anfang?

Meine Frau und ich fuhren durchs Hinterland und hielten unterwegs bei einem kleinen Möbelhändler an.

Vor Jahren stand dort der große runde Tisch mit den Holzerweiterungen (PK54) zum Verkauf. Ich sah ihn und dachte: Wunderschön... Natürlich war mir Poul Kjaerholm damals unbekannt. Ich war einfach nur beeindruckt von der Ausführung der Tischober- und -unterseite. Die Materialverwendung war so durchdacht. Ich würde sagen, dass man den Tisch „fühlen“ konnte. Das Objekt hatte eine gewisse menschliche Qualität.

Ich kaufte den Tisch (PK54) und die zugehörigen PK9 Stühle. Ich stellte danach einige Nachforschungen an und Poul Kjaerholm wurde zu einer Art Obsession.

Wo liegt für Sie die Genialität bei Kjærholms Entwürfen?

Kjaerholm-Designs haben eine taktile Qualität. Wenn Sie auf einem von Kjaerholms Stühlen sitzen oder einen Tisch anfassen, haben Sie das Gefühl, dass die Oberflächenqualität gut durchdacht ist, es teilt sich Ihrem Körper mit, die Überlegungen, Absichten und das Bewusstsein.

Große Designer und Architekten wie Poul Kjaerholm verstehen den menschlichen Körper und zeigen sich ihm gegenüber großzügig. Sein Schaffen geht über die reine Funktion hinaus, obwohl es auch praktische Qualitäten hat. Die Designs sind komfortabel, schön und gefällig, aber sie überhöhen den Akt des Sitzens.

Sehr elementare Tätigkeiten wie Sitzen oder das Essen an einem Tisch erhalten fast Erhabenheit.

Sind Ihre Leitprinzipien beim Sammeln von Kunst und in Bezug auf Möbel verwandt?

Die professionelle Arbeit mit Künstlern hat sicherlich beeinflusst, wie ich über Raum denke, denn genau das tun Künstler: Sie denken über Raum nach.

Ein Haus muss ein Innenleben haben. Unser `Heim` hat eine intellektuelle Wirbelsäule, von der ich nicht glaube, dass sie wirklich verbessert werden kann. Das steht in direktem Zusammenhang mit Toshiko Mori, Poul Kjaerholm und den Künstlern, mit deren Werken wir leben.

Die Kunstwerke und Möbel in unserem Haus sind ziemlich fixiert. Wir bewegen Möbel umher, aber es gibt Koordinaten in der Kunst und bei Möbeln. Sie führen sozusagen einen Dialog.

Die Genialität der Möbel von Poul Kjaerholm liegt darin, wie elegant und zurückhaltend sie sind. Man kann sie neben großer Kunst platzieren, und das Design arbeitet unterschwellig auf derselben Ebene wie die Kunst. Die Möbel sind nicht absichtlich selbstbewusst oder verlangen Aufmerksamkeit, sie sind komplementär. Ich würde sogar sagen, dass Poul Kjaerholms Möbel sich am Besten als Begleiter großartiger Kunst und Architektur eignen; ihre Verwendung im Museum of Modern Art ist ein Beleg dafür.

Ein Leben mit großartiger Kunst und Design ist ein Vergnügen. Wir haben großes Glück.

The Journal by Fritz Hansen featuring New York gallerist, Sean Kelly
The Journal by Fritz Hansen featuring New York gallerist, Sean Kelly

‘The Furniture of Poul Kjærholm: Catalogue Raisonne’ wurde 2007 von der Sean Kelly Gallery und Gregory R Miller & Company gemeinsam herausgebracht

ÜBER DIE SEAN KELLY GALLERY

Der in Großbritannien geborene Sean Kelly eröffnete 1991 seine gleichnamige Galerie. Die Galerie hat aufgrund ihrer hochkarätigen Ausstellungen und der Zusammenarbeit mit den bedeutendsten Kulturinstitutionen der Welt große Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Nach vier Jahren privatem Betrieb wurde der erste öffentliche Raum der Galerie in der 43 Mercer Street in SoHo, New York, eröffnet. Die innovativen und revolutionären Künstler Marina Abramović, James Casebere, Callum Innes, Joseph Kosuth und Julião Sarmento gehören zu den Gründungsmitgliedern, alle arbeiten noch heute mit der Galerie zusammen.

The Journal by Fritz Hansen: The interior of the Sean Kelly gallery in NYC
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